March 10, 2010 President László Sólyom received at a farewell visit Pedro González Rubio Sánchez, leaving Ambassador of Mexico.
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| | | | February 19, 2010 Address by Hungarian President László Sólyom to the “Matthiae-Mahl” (Matthias Dinner)
Thank you for your kind invitation, which means more to me than a mere friendly and diplomatic gesture.
Nowadays, I often have the feeling of coming full circle. By that, I mean that I am returning to places that played important and positive roles in my life many years ago. This visit has given me food for thought while it also allows me to feel a certain sense of satisfaction.
I spent many months at the Max Planck Institute for Comparative and International Private Law here in Hamburg on multiple occasions in the 1970s and early 1980s. When I had free time I did a great deal of exploring, starting out in Mittelweg and going from there to the various parts of Hamburg and then to the smaller towns of Northern Germany, seeking the world of the Buddenbrooks and Theodor Storm. And it was here, in Hamburg that I saw Peter Zadek’s Shakespeare productions, and learned to love Monteverdi in German and Japanese student performances.
However, my return today carries an emotional weight that goes beyond my discoveries of the past. During those days I never would have dreamed that I would someday visit the Free and Hanseatic City of Hamburg in a unified Germany as the President of a free and independent Republic of Hungary. And this year’s Matthias Dinner theme – the regime change – is also very close to my heart, for the role I played in that change and the responsibility I bear to this day forces me to continuously analyze and re-evaluate the entire historical process.
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February 19, 2010 Rede des Präsidenten der Republik Ungarn, László Sólyom, anlässlich des Matthiae Mahls
Ich danke für die Einladung, die für mich mehr bedeutet, als eine diplomatische und freundliche Geste.
Ich habe in letzter Zeit immer häufiger das Gefühl, dass sich der Kreis schließt: Ich kehre zurück an Orte, an denen ich viele Jahrzehnte früher gewesen war und das erfüllt mich mit einem erfreulichen und zugleich nachdenklichen Gefühl.
Ich habe in den siebziger Jahren und Anfang der Achtziger mehrere Monate am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht in Hamburg verbracht. Neben der Arbeit habe ich vom Mittelweg aus verschiedene Teile von Hamburg sowie die norddeutschen Kleinstädte erforscht und nach der Welt der Buddenbrooks und der von Theodor Storm gesucht. Ich habe aber auch hier in Hamburg die Shakespeare-Inszenierungen von Peter Zadek gesehen und hier bin ich von Monteverdi fasziniert worden, in der Aufführung von deutschen und japanischen Musikstudenten.
Diese heutige Rückkehr hat aber ein darüber hinausgehendes emotionales Gewicht. Denn wie hätte ich mir denken können, dass ich eines Tages als Präsident einer freien und unabhängigen Republik Ungarn zu Gast in der freien und Hansestadt Hamburg im vereinigten Deutschland sein werde? Und das diesjährige Thema des Matthiae-Mahls, die Wende, berührt mich auch persönlich: Meine damalige Rolle und Verantwortung veranlassen mich dazu, den gesamten historischen Prozess immer wieder zu überdenken.
Meine Damen und Herren, es belegen auch meine Vorredner, dass auch Deutschland ein Land mit viel Wendeerfahrung ist. Deutschland ist das einzige westliche Land und gleichzeitig das einzige Gründungsmitglied der EU, das von der Wende unmittelbar betroffen wurde und bis heute beeinflusst wird.
›› Rede von László Sólyom
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